Trinkwasser
Bei Trinkwasser ist die Aufgabe zweischichtig: das Wasser auf Trinkwasserqualität zu bringen und die mikrobiologische Sicherheit an jedem Punkt des Netzes aufrechtzuerhalten. Unsere Systeme decken beides ab.

Netz-, Speicher- und brunnengespeiste Systeme teilen dasselbe Problem: Wasser, das an der Quelle sauber ist, nimmt auf dem Weg zum Verbraucher entlang der Leitung mikrobiologische Fracht auf. Standzeiten in Speichern, Totstränge und Biofilm bilden eine Risikoschicht, die am Messpunkt unsichtbar ist.
Desinfektionsschicht
NIMBUS-Systeme dosieren hypochlorige Säure bedarfsgesteuert an Zu- und Abläufen von Speichern oder auf der Netzpumpenleitung. Die Messung des freien Chlors auf der Leitung korrigiert die Dosis kontinuierlich; Überchlorung und die damit verbundenen Geschmacks- und Geruchsbeschwerden sowie die Trihalomethanbildung werden minimiert. Die Durchdringungskraft der hypochlorigen Säure gegenüber Biofilm senkt zudem die langfristige mikrobiologische Fracht des Netzes.
Aufbereitungsschicht
Wo das Rohwasser die Trinkwasserparameter nicht erfüllt – Trübung, Eisen und Mangan, Nitrat, Salzgehalt oder mikrobiologische Fracht –, kommen die STRATUS-Stufen zum Einsatz. Die Ultrafiltration bildet die physikalische Barriere, die Umkehrosmose trennt gelöste Verunreinigungen ab und UV wirkt als letzte Barriere. Die Stufenkombination wird aus der Rohwasseranalyse festgelegt; das Ziel ist, sicher unterhalb der gesetzlichen Parameter zu bleiben.
Typische Installationen
Kommunale Trinkwasserspeicher, Trinkwasser-Abfüllanlagen, Wassertanks in Hotels und Wohnanlagen sowie brunnengespeiste Campus- und Produktionsstandorte. Die Kapazität reicht von kompakten Kompaktsystemen bis zum Netzmaßstab, der unter CIRRUS ausgelegt wird.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Einsatz von hypochloriger Säure im Trinkwasser konform?
Ja. Durch Elektrolyse erzeugtes aktives Chlor zählt zu den nach der Trinkwasserverordnung zulässigen Desinfektionsverfahren; die Grenzwerte für freies Chlor am Netzendpunkt gelten unverändert.
Wie wird die THM-Bildung (Trihalomethane) verringert?
Da die Dosierung von hypochloriger Säure bedarfsgesteuert und präzise erfolgt, wird eine Überchlorung vermieden; zusammen mit der Reduzierung der organischen Fracht durch die Vorbehandlung sinkt die THM-Bildung im Vergleich zur Hypochlorit-Dosierung deutlich.
Kann aus Brunnenwasser Trinkwasser erzeugt werden?
Ja. Auf die Rohwasseranalyse abgestimmte STRATUS-Stufen (UF/RO/UV) bringen Brunnen- und Oberflächenwasser auf Trinkwasserparameter; die dauerhafte Schlussdesinfektion übernimmt NIMBUS.
Technische Beratung für Trinkwasser.
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